Chirurgie
Leistungsbeschreibung
In den 45 Betten der chirurgischen Abteilung wurden in
den letzten Jahren pro Jahr etwa 2000 Patienten stationär betreut.
1. Unfallchirurgie
Zur Unfallchirurgie gehören ca. 50
% aller zu behandelnden chirurgischen Fälle. Angewandt
werden alle gängigen
Osteosyntheseverfahren am Bewegungsapparat, wie Marknagelosteosynthese,
Plattenosteosynthese und Fixateur extern, wobei
in letzter Zeit zunehmend die minimalinvasive Chirurgie zum Einsatz kommt.
Bei alten Menschen werden bei Verletzungen des hüftnahen Oberschenkels
Hüftprothesen implantiert, um die Gehfähigkeit so bald wie möglich
wieder herzustellen. Auch die Hüft- und Knieendoprothetik bei Abnutzungserscheinungen
wird zunehmend durchgeführt.
Spezielle Erfahrungen bestehen im Bereich der Handchirurgie,
insbesondere in der Operation von Nervenkompressionssyndromen und der Dupuytren‘schen
Kontraktur der Hand. Das Einzugsgebiet für diesen Bereich der Chirurgie
ist überregional. Außerdem gibt es eine große Ambulanz für
Arbeitsunfälle (Durchgangsarztverfahren). Die Notfall-Ambulanz versorgt
alle Verletzungen und Erkrankungen im Rahmen der Erstbehandlung. Das Krankenhaus
und die chirurgische Abteilung sind zur Behandlung schwerunfallverletzter Patienten
im Rahmen des berufsgenossenschaftlichen Heilverfahrens zugelassen.
2. Allgemeinchirurgie
Bauchchirurgisch werden routinemäßig
alle Eingriffe am Verdauungstrakt vorgenommen, die zur Behandlung
von
Tumor- oder entzündlichen Erkrankungen notwendig sind.
Ausgenommen davon sind chirurgische Eingriffe an der Leber
und Bauchspeicheldrüsenentfernungen.
Bei Gallenblasen- und Gallenwegserkrankungen, Blinddarmoperationen
und zur Beseitigung von Verwachsungsbeschwerden wird die
minimalinvasive laparoskopische Operationsmethode eingesetzt.
Auf dem Gebiet der Darmchirurgie sind moderne Operationstechniken
mit dem Einsatz von Klammernahtgeräten üblich.
Alle Schilddrüsenerkrankungen werden in unserem Haus
nach den modernsten Operationsrichtlinien chirurgisch behandelt,
einschließlich der kompletten Schilddrüsenentfernung
bei bösartigen Tumoren. Bauchwandbrüche, Leistenbrüche
und Narbenbrüche werden nach den gängigen Operationsmethoden
versorgt, einschließlich der Rekonstruktion der Bauchwand
durch Kunststoffnetzeinlage. Bei entsprechender Diagnose
werden auch Erkrankungen des Venensystems (Krampfadernleiden)
individuell und stadiengerecht operiert. In Kooperation mit
den Internisten werden Dialysekatheter gelegt, als auch Gefäßanastomosen
(Shunt) zur Dauerdialyse. Für die Chemotherapie tumorkranker
Patienten können Infuportsysteme implantiert werden.
3.
Arthroskopie
Die Diagnostik und Therapie der Gelenkverletzungen
der großen Gelenke ( Knie und Schulter) ist durch Einsatz
moderner Videotechnik und Spezialinstrumente ebenso auf
minimalinvasivem Wege möglich. Versorgt werden z.
B. akute Meniskusverletzungen, Bandverletzungen und Knorpelschäden,
sowie chronische Gelenkschäden z. B. bei Arthrose
mit Meniskusveränderungen, Zystenbildungen, freien
Gelenkkörpern und Knorpelabrieb. Kreuzbandersatzplastik
und Meniskusnaht werden durchgeführt. Bereits während
des stationären Aufenthaltes wird durch Einsatz moderner
Bewegungsschienen und anderer Hilfsmittel in Zusammenarbeit
mit der Abteilung für Physiotherapie die Grundlage
für eine erfolgreiche Rehabilitation und Wiedereingliederung
in das Berufsleben gelegt.
4. Diagnostik
Durch die enge Zusammenarbeit mit der Abteilung
für
Innere Medizin stehen modernste Ultraschalluntersuchungsgeräte
zur schmerzlosen und unschädlichen Diagnostik von
Gallensteinen, entzündlichen Baucherkrankungen, Gefäßerkrankungen
und zur Erkennung von Verletzungen der Brust- oder Bauchhöhlenorgane
bei unfallverletzten Patienten zur Verfügung. Alle
röntgendiagnostischen Möglichkeiten sind mit
Ausnahme spezieller Gefäßdarstellungen (Angiographie)
verfügbar. Sowohl im Operationssaal als auch in der
Röntgenabteilung und in der chirurgischen Ambulanz
sind jederzeit Durchleuchtungen mit Fernsehkette und Bildwandlerdarstellungen
zur optimalen Diagnostik und Therapiekontrolle möglich. 5.
Chirurgische Intensivtherapie
Auf der Intensivstation stehen
der chirurgischen Abteilung im Rahmen der interdisziplinären
Zusammenarbeit von den 6 vorhandenen Betten 2 Betten zur
Behandlung
chirurgischer
Intensivpatienten zur Verfügung. Insbesondere nach
schweren Unfällen mit Mehrfachverletzungen (Polytrauma),
schweren Kopfverletzungen oder Schockzuständen,
sowie nach großen bauchchirurgischen Operationen
und bei schweren Infektionen (vor allem im Bauchhöhlenbereich)
werden die Patienten intensivmedizinisch in enger Zusammenarbeit
mit der Anästhesie und der internistischen Abteilung
behandelt.
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